2) Zielstellung der vertiefenden Untersuchungen
Der Wert des Fleisches von Robustrindern, die in der Landschaftspflege und extensiven Grünlandnutzung eingesetzt sind, wird von den Erzeugern und dem Kundenstamm der Abnehmer allgemein sehr hoch eingeschätzt. Die Form der Erzeugung kommt diesen Interessenten entgegen.
Da die Fleischproduktion jedoch bisher nicht den ersten Schwerpunkt bildete sowie diese Tiere nur über die Direktvermarktung mit notwendigem Erlös zu vermarkten waren, liegen klar definierte Versuchsergebnisse zur Schlachtleistung, zum Schlachtkörperwert und zur exakt untersuchten Fleischqualität nicht vor.
Die Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft bearbeitet Forschungsthemen zur Bewirtschaftung von Mutterkuhherden über die Zucht, das Management der Herden und, entsprechend den Möglichkeiten unserer Einrichtung, bis hin zur Vermarktung und Produktqualität.
Im Rahmen dieser Forschungsarbeit werden auch in Referenzbetrieben des Freistaates Sachsen Untersuchungen zur Zucht, Haltung, Fütterung, Vermarktung sowie Produktqualität von Robustrindern durchgeführt.
Seit 1993 werden vom Fachbereich Tierzucht, Fischerei und Grünland Untersuchungen im Highlandzuchtbetrieb von Doris und Peter Link in Löbnitz/Nordsachsen durchgeführt. Sowohl in Reinzucht als auch Kreuzung wurde der Aufbau der Herde, die Bewirtschaftung und die Ergebnisse der Produktion bis hin zur Vermarktung untersucht.
Der Betrieb hält 50 Mutterkühe der Rasse Highland, die in erster Linie zur Landschaftspflege im Rahmen eines Naturdenkmals eingesetzt sind. Alle Tiere, die nicht zur Zucht Verwendung finden, werden im Betrieb geschlachtet und vermarktet. Alle Daten gehen gleichfalls in die Untersuchungen ein. Mit ersten Ergebnissen können diese bestehenden Lücken geschlossen werden.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10